Was ich eigentlich sagen wollte...

Kennt ihr das, ihr habt etwas bestimmtes im Kopf, worüber ihr gern schreiben möchtet, aber am Ende kommen nur Belanglosigkeiten dabei raus?!

Was ich nämlich eigentlich noch über meinen KL-Aufenthalt schreiben wollte, war beispielshalber unser Besuch in den Batu Caves. Vor einem Kalksteinmassiv ragte dort majestätisch eine vergoldete, 43m hohe Statue des Hindu-Gottes Murugan empor, nebst eine schier endlos scheinenden, steilen Treppe, die in die Haupthöhle mit ihren Hindu-Schreinen führte. Augen für all die Schönheiten hatten wir aber verständlicherweise erstmal nicht, ich für meinen Teil war zumindest schwer damit beschäftigt, gleichmäßig und konzentriert zu atmen, während meine Füße über die 272 klitschigen Stufen stolperten. Danach hatten wir unser Workout für den Tag auf alle Fälle erstmal weg. Oben angekommen wird man aber mit einem bombastischen Ausblick belohnt und ungefähr hundert Affen, die sich überall auf den Treppen und in der Höhle tummelten. Trotz angeblichem Verbot, die Affen zu füttern, konnten wir nicht umhin den kleinen Tierchen ab und an ein Stück unserer Pflaumen zuzuschmuggeln. Die Haupthöhle war gigantisch und nach oben hin offen. Jedes Jahr Anfang Februar soll hier ein Hindu-Fest stattfinden, mit Riten wie sich große Haken in den Rücken stechen zu lassen, um dann damit Karren hinter sich her zuziehen. Auf alle Fälle bestimmt mal interessant zu beobachten. Nebst der großen gab es etwas weiter unten noch eine weitere Höhle, die Dark cave genannt wurde. Für ungefähr 10 Euro konnte man eine Führung in das dunkle Innere machen und sich dabei über die 2 Meter hohe Schicht von Fledermaus-Exkrementen freuen. Unser niedlicher Führer gab uns noch allerhand Wissen über die Flora und Fauna in den Höhlen auf den Weg und machte dann mal spaßenshalber die Lampe aus. Dunkel wie im Bärenarsch, hätte da meine Mutti wieder gesagt. Das ich mich gerade auch in dem Moment an den Film "The Cave" erinnere, war natürlich ganz toll...

Nach dem steilen Abstieg der Treppe haben wir uns dann noch ein Henna-Tattoo gegönnt, eine indische Tradition. Während meines wirklich sehr schön ausgefallen ist, sah die Malerei auf Josh´s Hand dann doch eher etwas laienhaft aus. Nur aus Höflichkeit hat er es wohl nicht im inzwischen runterkrachendem Monsunregen abgewaschen.
Wenn es hier nämlich regnet, dann richtig. Im Allgemeinen zwar nur eine halbe Stunde, trotzdem werden die Straßen aber regelmäßig von den Wassermassen überschwemmt.

In der Metro ist küssen übrigens verboten. Es gibt auch getrennte Abteile für Frauen, was dadurch, dass es keine wirklichen Abtrennungen im Zug gibt, etwas sinnlos wirkt. Bei Verstoß gegen die Nur-Frauen-Regel wird man aber unter lautem Gemecker der Local´s raus geworfen. Das mussten zumindest unsere Freunde Maria und Frank am eigenem Leib erfahren.

Mein Highlight für den Sonntag war eine öffentliche Street-Jam auf einem Marktplatz unweit unseres Hostels gewesen. Laut einem Einheimischen, den ich dort kennengelernt habe, gibt es den wohl jedes Wochenende. Die erste Band bestand außer einer Bob-Marley-verehrenden 3-köpfigen Crew mit Dreadlocks bis zum Boden, die über den genüsslichen Verzehr von Marihuana in jeglicher Form und zu jeder Tages- und Nachtzeit sangen. Für den Drogenbesitz bekommt man die Todesstrafe, aber die Redefreiheit gilt wohl selbst in Malaysia noch.

Abschließend noch einen kulinarischen Tipp für alle, die es mal nach Chinatown in Kuala Lumpur verschlägt. Inmitten einer überfüllten Marktstraße, die sich von Cheng Lock abzweigt (deutlich durch die chinesischen Laternen über euren Köpfen zu erkennen) gibt es einen Foodcourt. Dort gibt eine große Fläche mit Tischen und Stühlen und drum herum alle Arten von kleinen Ständen mit Essen. Linksseitig werdet ihr eine Bude mit der Aufschrift Keong Keong entdecken. Unbedingt probieren!!! Man kann wählen zwischen Gerichten, die in Alufolie gebacken werden oder in Claypot´s noch kochend serviert werden. Wir haben uns die gesamte Zeit in KL durch die Speisekarte gefuttert und geben Prädikat "Sehr gut". Und keine Angst, die Nudeln in den Claypot´s mögen wie Würmer aussehen, bestehen aber nur aus Reismehl. ;-)

11.11.13 14:47

Letzte Einträge: Those smells!!!!, Blutegel und Suchtgefühle, Da war ja noch was...

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